Erzählt man anderen Menschen, dass man Heftromane schreibt, bekommt man meistens eine dieser beiden Reaktionen zu hören: Warum schreibst du nichts Richtiges? Oder: Das wollte ich auch mal machen!

Beide Echos zeugen von einer Gesellschaft, deren Bild vom Heftroman leicht verschoben ist. Wenn ein Romanheft die »falsche« Literatur ist, was wäre denn die »richtige«? Viele halten den Heftroman für etwas, das jeder schreiben kann: So ein Heftchen ist schnell verdientes Geld, es ist flugs runtergeschrieben und bedarf keines besonderen Talents oder gar einer Ausbildung seitens des Autors. Wäre das der Fall, wäre alles zum Thema Heftromane schreiben und veröffentlichen bereits gesagt.

Die zwei großen deutschen Heftromanverlage veröffentlichen wöchentlich alleine 30 bis 40 Liebesheftromane. Das sind 120 bis 160 Liebesromane im Monat, bis zu 2000 Groschenheftchen im Jahr. Bei dieser Menge vermuten Sie zurecht, dass Bedarf an neuen Schreibern besteht. Die Heftromanbranche braucht frische und auch jüngere Liebesromanautoren. Das Interesse an Nachwuchs ist groß, aber den Redakteuren bleibt keine Zeit, potenzielle Schreiber auszubilden.

Aus den Standardabsagen des Verlags kann niemand lernen, Talente können kaum
gefördert werden. Genau da setzt dieser Ratgeber ein. Er ist der überfällige Leitfaden des Heftromanschreibens.